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Die Vierschanzentournee ist in vollem Gange und nach den ersten beiden Wettbewerben in Obersdorf und Garmisch-Partenkichen hat die Skisprung-Show nun Deutschland verlassen und macht Station in Österreich. Jetzt geht es nach Insbruck und bis zur Qualifikation sah es so aus als würde es einen Zweikampf geben, zwischen dem Topfavoriten Ryoyu Kobayashi und dem bisher überraschend starken deutschen Springer Markus Eisenbichler.

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Eisenbichler der bisher noch nie ein Weltcup-Springen gewinnen konnte, wurde bei den ersten beiden Wettbewerben jeweils mit hauchdünnem Rückstand Zweiter hinter dem Japaner, der mit nur 2,3 Punkten Vorssprung die Tournee-Wertung anführt.

So gut war ein deutscher Springer schon lange nicht mehr bei der Vierschanzentournee aufgetreten und natürlich machten sich im Team bereits Hoffnungen auf einen Gesamtsieg breit, auch wenn man den starken Kobayashi erst einmal besiegen muss, der auch im Weltcup klar und unangefochten auf Platz 1 liegt.

Eisenbichler liegt hier weit abgeschlagen auf Platz 7 und der beste Deutsche im Weltcup ist Karl Geiger auf Platz 4, der aber auch bereits keine ernsthaften Chancen auf den Gesamtsieg mehr hat.

Wie gesagt, bis zur Qualifikation in Insbruck sah es sah aus, als könnte der 27-jährige Eisenbichler dem Favoriten aus Japan Paroli bieten. Aber Kobayashi ließ auch beim Qualifikationsspringen nichts anbrennen und liegt mit einem Sprung auf 126,5 Meter nun in Führung. Eisenbichler dagegen erwischte nicht seinen besten Tag und verkanntete seine Ski kurz nach dem Absprung und landete nach "nur" 116 Metern. Platz 32 und eine ganz schwierige Ausgangslage für das Hauptspringen an diesem Freitag.

Bester Deutscher war am Donnerstag Karl Geiger, der auf dem 6. Platz landete, aber in der Tournee-Gesamtwertung wohl eher nicht mehr um den Sieg mitspringen wird.

Zum Glück ist aber noch nicht alles verloren und Markus Eisenbichler kann heute mit guten Sprüngen noch einmal zeigen, ob er es in diesem Jahr wirklich ernst meint, und bei der Vierschanzentournee ganz oben mitspringen will und kann.

Zum Abschluss geht es dann am Wochenende nach Bischofshofen, der vierten Station der Vierschanzentournee bei der am Sonntag dann der Gesamtsieger gekrönt wird.

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Die große Frage wird es sein, ob Überflieger Ryoyu Kobayashi auch heute Insbruck wieder der gesamten Konkurrenz davonsegeln wird, oder ob es doch noch dem einen oder anderen Springer gelingen wird in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen.

Bisher hat der 22-jährige Japaner bei der diesmaligen Vierschanzentournee noch keine Nerven gezeigt und in dieser Saison bereits seinen sechsten Einzelsieg geholt. Wenn er so unbekümmert weiter springt, ist der neben dem Sieg bei der Tournee auch der Gesamtweltcup in greifbarer Nähe. Bisher jedenfalls scheint Ryoyo Kobayashi erst einmal die beste Saison in seiner noch jungen Karriere zu genießen und sich schon einmal auf die kommende Weltmeisterschaft einzupringen.

Scheinbar haben die japanischen Adler in dieser Saison auf meisten Kraft in ihren Flügeln. Mal schauen, wo sie in diesem Winter noch hinsegeln werden.