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Und wieder hat es leider nicht gereicht - Japan verliert auch gegen Island
Diesmal musste Japan gegen Island ran. In Anbetracht der Tatsache, dass der Trainer der jungen japanischen Mannschaft, Dagur Sigurðsson, selber Isländer ist, eine interessante Partie. Die Nordeuropäer hatten zum Anfang der Weltmeisterschaft einige Probleme und starteten mit zwei Niederlage gegen Kroatien und Spanien in das Turnier. Gegen Bahrain konnte dann endlich der erste Sieg eingefahren werden und darauf wollen die handballbegeisterten Isländer nun eigentlich aufbauen. Japan dagegen war von Beginn des Turniers der große Außenseiter und nur aufgrund einer Wildcard in die Vorrunde gekommen. Auch wenn es bisher noch zu keinem Punkt gereicht hatte, konnte man doch in den bisherigen Partien bereits zeigen, dass die Arbeit von Coach Sigurðsson bereits Früchte zeigt. Insbesondere im letzten Spiel gegen Europmeister Spanien hatten die Iberer große Mühe, die leidenschaftlich kämpfenden Japaner zu besiegen. Zur Halbzeit lag das ostasiatische Team sogar in Führung. Und nun also gegen Island, und wieder lieferte Japan einer großen Kampf, welcher leider auch diesmal nicht belohnt wurde. Insbesondere in der ersten Hälfte war Japan mit den Isländern auf Augenhöhe und ging kurz vor Halbzeit sogar selber mit 12:11 in Führung. Den ersten und einzigen Rückstand konnte Island aber schnell wieder drehen und ging nun selber mit 13:12 in die Pause. Aber auch in der zweiten Hälfte schafften es die Nordmänner nicht davon zu ziehen und Japan blieb immer wieder dran. Die körperliche Überlegenheit der Isländer versuchten die kleineren Japaner mit Leidenschaft und Spielwille wettzumachen und schafften es so immer wieder durch die Abwehr bis vor das gegnerische Tor. Und auch beim Abschluss waren sie immer wieder erfolgreich, Yuto Agarie kam auf 4 Tore. Auf der Gegenseite waren Arnor Thor Gunnarsson und Stefan Rafn Sigurmannsson mit je 5 Treffern die sichersten Schützen. Es blieb spannend bis kurz vor Ende, da es den Nordeuropäern nicht gelang ihren Gegner abzuschütteln und das japanische Team mit einer starken und disziplinierten Mannschaftsleistung dafür sorgte, dass das Spiel weiterhin offen blieb. Leider hatte es wie in den Spielen zuvor am Ende nicht zu einem Sieg oder wenigstens einem Punkt gereicht. Björgvin Pall Gustavsson - photo Steindy Bedanken müssen sich die isländischen Spieler dafür vor allem bei ihrem Torwart Björgvin Pall Gustavsson, der mit seinen vielen Paraden dafür sorgte, dass Island in Halbzeit 2 die Führung nicht mehr aus der Hand gab und zum Ende die japanische Mannschaft mit 25:21 besiegen konnte. Island hat nun weiterhin Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde, Japan hingegen hat nun nur noch eine Möglichkeit sich mit einem Erfolg von dieser Weltmeisterschaft zu verabschieden. Im letzten Vorrundespiel treffen die Spieler aus dem fernen Osten auf Bahrain, welches gegen Kroatien mit 20:32 untergegangen ist und wie auch Japan in diesem Turnier noch ohne Punktgewinn ist. Noch einmal heißt es Daumendrücken für das junge japanische Team, welches dieses Turnier als einen Testlauf für die kommenden Olympischen Spiele nutzt, bei denen man im nächsten Jahr im eigenen Land noch einmal die große Möglichkeit bekommt, vor einem internationalen Publikum zu zeigen, dass man auch im Land der aufgehenden Sonne weiß, wie Handball gespielt wird.
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