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Die verflixten letzten Sekunden
Timothey N'Guessa - Photographer: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Wikimedia Commons Die Partie versprach viel. Gastgeber Deutschland gegen Weltmeister Frankreich. Aber wie im Spiel zuvor gegen Russland ist auch gestern wieder am Ende nichts Ganzes heraus gesprungen. 25:25 trennten sich beide Mannschaften nach einem feurigen Spiel in der Berliner Mercedes-Benz Arena. Aber wenigstens nicht verloren und mit der Hauptrunde das Minimalziel erreicht. So kann man wahrscheinlich die Stimmung am besten zusammenfassen. Das Szenario zum Spielende glich zumindest in Teilen dem Spiel vom Vortag, denn wieder war es ein Fehlpass, welcher dem Gegener der Ausgleich ermöglichte. Diesmal war es Fabian Böhm, der den Ball anstatt zu Uwe Gensheimer ins Aus spielte. Danach wurde dann von allen ein wenig gedrängt und geschubst und es gab nun Freiwurf für Frankreich. Und in den allerletzten Sekunden des Spieles war es dann der Franzose Timothey N'Guessa, der dem deutschen Team dann noch den natürlich nur von den Gästen umjubelten Ausgleich einschenkte. Gastgeber Deutschland konnte ganz klar die erste Hälfte des Spieles für sich reklamieren, es daurte 7 Minuten bis Weltmeister Frankreich zu seinem ersten Tor kam. Die Abwehr stand bombenfest und ließ die Gäste immer wieder verzweifeln. Insbesondere aufgrund dieser kämpferischen Leistung konnte Deutschland mit einer 12:10 Führung in die Pause gehen. Leider sah es dann in der zweiten Hälfte ganz anderes aus und die Gäste aus Frankreich drehten richtig auf. Fünf schnelle Treffer drehten das Spiel und der deutsche Trainer Prokop wechselte Torwart Andreas Wolff aus und brachte dagegen Silvio Heinevetter. Deutschland kämpfte sich zurück ins Spiel und lag nun mit 25:23 vorn. Der französiche Spieler Mahé traf anschließend per Siebenmeter, und eigentlich sah alles immer noch gut für die deutsche Mannschaft aus. Aber dann kam die letzte Minute und das Ende ist bekannt. Fehlpass, Freiwurf und Ausgleich! Und dann der Abpfiff und wie am Vortag lange Gesichter bei den Gastgebern und jubelnde Gäste. Doch das Publikum versucht auch nach dem Spielende die deutsche Mannschaft wieder aufzubauen und zu motivieren. Auch wenn es in den letzten beiden Spielen gegen Russland und Frankreich jeweils nicht zum Sieg reichte, hat die deutsche Mannschaft doch in der Vorrunde bisher durch großen Einsatz und Kampf begeistert und die Zuschauer auf den Rängen mitgerissen. Die deutschen Fans haben aber durch ihre frenetische Unterstützung einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der bisher doch meist großartigen Leistung der Gastgeber. Vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Serbien hat die deutsche Mannschaft nun einen Tag Ruhe, den man nach den letzten zwei schweren Spielen wohl auch gut gebrauchen kann. In der Hauptrunde werden die Karte dann wieder neu gemischt und dann muss das deutsche Team um Uwe Gensheimer, welcher gegen Frankreich vier Tore beisteuern konnte, sich das nächste Mal beweisen. Die Gegner werden erst nach dem letzten Spiel der Vorrunde endgültig feststehen, aber eines ist schon jetz sicher: Langweilig wird es auf keinen Fall!
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