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Im Bundesligakeller wird aufgeräumt
Creative Commons photo moerschy Pixabay Der VfB Stuttgart und der 1.FC Nürnberg befinden sich beide in Abstiegsnot und haben nach den Niederlagen am 21. Spieltag nun fast gleichzeitig die Reißleine gezogen. Insbesondere beim Tabellenletzten Nürnberg verliefen die letzten Tage ziemlich turbulent. Nachdem man nun bereits seit 15. Spieltagen nicht gewinnen konnte, hat der Klub am Dienstag die Trennung von Sportdirektor Andreas Bornemann bekannt gegeben. Einer der Hauptgründe scheint es gewesen zu sein, dass sich Bornemann für den Verbleib von Trainer Michael Köllner ausgesprochen und die Situation in der Mannschaft als intakt bezeichnet hatte. Der Aufsichsrat sah das wohl ganz anders und entschied sich für die vorzeitige Beendigung des Vertrages mit dem Sportdirektor, der dieses Amt erst Ende September in Nürnberg übernommen hatte. Und wie heute bekannt gegeben wurde, sind nun auch die Tages von Cheftrainer Michael Köllner gezählt, der sich nun auch einen neuen Verein suchen darf. Seit Ende September hat der Klub kein Ligaspiel mehr gewinnen können, und das wiederholte Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz war den Vereinsoberen wohl nun zuviel, weshaln man nun mit einem Kahlschlag versucht, die Situation zu retten. Als Interimstrainer wurden Marek Mintál und der bisherige Co-Trainer Boris Schommers vorgestellt, aber laut Aussage des Aufsichtsratsvorsitzenden will man nun erst einmal einen neuen Sportdirektor suchen, der dann selber mit der Trainersuche beauftragt werden soll. Es wird also auch in den nächsten Wochen noch aufregend bleiben beim Klub, den bis diese neue Situation gelöst sein wird, kann noch einige Zeit dauern. Und auch beim Tabellensechzehnten VfB Stuttgart hat man sich sofortiger Wirkung von Sportvorstand Michael Reschke getrennt. Stuttgart konnte in dieser Saison bisher erst 15 Punkte sammeln und liegt damit auch nur zwei Punkte vor dem Letzten, dem 1.FC Nürnberg, und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Dem Aufsichtsrat war dies in dieser Saison nun eindeutig zu wenig, und nachdem nach dem 7. Spieltag erst der damalige Trainer Tayfun Korkut den Hut nehmen musste, traf es nun mit Reschke den nächsten Verantwortlichen. Ein großes Argument dürfte seine Transferpolitik gewesen sein. 47 Millionen Euro wurden vor der Saison in neue Spieler gesteckt, und durch eigene Verkäufe selber nur 17 Millionen eingenommen. Ein Nachfolger für den Posten als Sportvorstand steht auch schon fest, der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger soll von nun an diesen Posten übernehmen. Ob dieses Maßnahme nun auch Einfluß auf die Zukunft von Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl hat, wird sich in der nächste Zeit noch zeigen. Weinzierl hat bisher beim VfB Stuttgart aus 14 Ligaspielen erst 10 Punkte holen können, und dürfte die in ihn gesetzten Erwartungen damit keineswegs erfüllt haben. Für den 1. FC Nürnberg und auch den VfB Stuttgart kann man nur hoffen, dass diese Maßnahmen auch den gewünschten Erfolg nach sich ziehen und nicht wie so oft bei Trainer- oder Managerwechseln wirkungslos verpuffen. Spätestens zum Ende der Saison werden wir die Antwort auf diese Frage dann wohl wissen.
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