Fußball / japan

sport-frei
Der Rekordchampion Japan steht wieder im Finale
Creative Common - photo Amir Ostovari Zum Anfang gleich erst einmal das Ergebnis des ersten Halbfinales Japan gegen Iran : 3 :0 Zum Anfang der diesjährigen Asienmeisterschaften hätten wohl nicht ganz so viele Fußballfans ihr letztes Hemd darauf verwettet, das der Rekordchampion aus Japan es auch bei diesem Turnier wieder bis ins Finale schaffen würde. Die junge Mannschaft stand vor einem Umbruch, was auch der Trainerwechsel nach der letztjährigen Weltmeisterschaft bewies. Der neue Coach Hajime Moriyasu sollte nun also die Samurai Blue durch die Spiele der 17. Asienmeisterschaften begleiten, und bisher hatte er damit ein glückliches Händchen. In den bisherigen fünf Spielen gab es fünf Siege, auch wenn man dazu sagen muss, dass diese nicht immer überzeugend ausgefallen waren. Bis zum Halbfinale musste man bei jedem Spiel bis zum Ende zittern, die jeweiligen Siege fielen immer nur mit einem einzigen Tor Vorsprung aus. Aber das war genug, um bisher noch jeden Gegner zu schlagen und um ins Halbfinale einzuziehen. Und da ging es nun gegen die Mannschaft des Irans, welche ihrerseits ein tadelloses Turnier gespielt hat. Nur einmal musste man sich in der Vorrunde gegen den Irak die Punkte teilen, aber ein Blick auf das Torverhältnis offenbarte, dass diese Mannschaft zu Recht zu den Favoriten bei diesen Meisterschaften zählte. Bis zum Halbfinale hatten die iranischen Spieler bereits 12 Tore erzielt und noch keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen müssen. Eine tolle Leistung, wenn da nicht das gestrige Spiel gewesen wäre. Denn die japanische Mannschaft ließ sich davon keine beisschen beeindrucken. Auch wenn das Team aus dem Iran wieder einmal druckvoll begann, gelang es den Samurai Blue doch dem Druck ihres Gegners standzuhalten und ihrerseits immer wieder unerwartet mit eigenen schnellen Angriffen vor dem Tor der iranischen Mannschaft aufzutauchen. In der zweiten Halbzeit nahm der Iran ein wenig das Tempo aus dem Spiel und plötzlich boten sich dem japanischen Team mehr Räume als zuvor. Nach einem Freistoß kam der Ball dann in der 56. Minute zu Yuya Osako, der sich die Chance nicht entgehen ließ und zum Führungstreffer einschoß. 11 Minuten später war es wieder der Spieler des deutschen Bundeligisten Werder Bremen, der mit einem Handelfmeter auf 2:0 erhöhen konnte. Beim Iran lief in der Offensive nicht viel zusammen. Sardar Azmoun, der bisher schon vier Treffer erzielen konnte, war auf sich allein gestellt, da sein Offensivpartner Mehdi Taremi für dieses Spiel gesperrt. Aber wahrscheinlich muss man das größte Kompliment der japanischen Verteidigung machen, welches sich immer wieder gegen die Angriffsversuche der Iraner geworfen hat und so mögliche Chancen schon früh verhindern konnte. Und da das iranische Team nach den Gegentreffern nur auch selber wieder aktiver werden musste, boten sich den japanischen Spielern viele Kontermöglichkeiten, welche sie immer wieder zu nutzen wussten. Als die mitgereisten japanischen Fans bereits lautstark und ausgelassen auf den Rängen ihr Team feierten, gelang dem für Hannover 96 spielenden Genki Haraguchi auch noch der Treffer zum 3:0 Endstand. Auf dieses Ergebnis hätte wohl vor dem Spiel kaum einer gesetzt. Aber mich freut es für das japanische Team, welches nun am Freitag im Finale auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen den Gastgeber aus den Vereinigen Arabischen Emiraten und Katar treffen wird. Noch einmal heißt es also Daumen drücken, damit die Samurai Blue auch am Ende des Turniers noch feiern und zum fünften Mal den Siegerpokal der Asienmeisterschaften in den Händen halten können. Gabbatte Kudasai - 頑張ってください!
0.00
2
0