Vereinsname und Vereinssitz

Der komplette Name des Vereins lautet – Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund.

Meistens spricht man jedoch vom BVB, Borussia Dortmund oder BVB 09.

Der Vereinssitz ist in der Nordrhein-Westfälischen Stadt Dortmund.

Gründungsjahr

Die Wiege der Borussia ist die katholische Dreifaltigkeitsgemeinde in der Dortmunder Nordstadt. Die Gemeinde gründete 1901 eine Jugendorganisation. Die Mitglieder dieser Organisation waren junge Bergleute und Stahlarbeiter die sich nicht nur am kirchlichen Leben beteiligten, sondern auch gemeinsame Sportaktivitäten zum Ziel hatten. Dies waren zunächst Turnen und Leichtathletik was zu dieser Zeit nicht unüblich war. Ab 1906 wurde dann auch auf den Feldern und Wiesen rund um den Borsigplatz Fußball gespielt. Allerdings wendete sich der Kaplan Hubert Dewald energisch gegen das rohe und wilde Treiben auf dem Fußballplatz und damit gegen das Fußballspielen an sich. Um das Fußballspielen zu unterbinden setzte der Kaplan immer wieder Andachten an zu der Zeit wo sich die Jugendlichen eigentlich zum Kicken verabredet hatten. Er forderte die Jugendlichen ebenfalls dazu auf ihre gemeinsamen Treffen im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ zu unterbinden und diese ins Gemeindehaus zu verlegen.

Der Konflikt zwischen dem Kaplan und den Jugendlichen Kickern führte dazu, dass am 19. Dezember 1909 der Ballverein Borussia Dortmund gegründet wurde im Gasthaus „Zum Wildschütz“. Der Kaplan wollte dies noch verhindern, wurde aber nicht ins Wirtshaus gelassen. Der Kaplan gab sich noch nicht geschlagen und schloss die Gründungsmitglieder des BVB auf der nächsten Andacht aus der Jugendorganisation der Gemeinde aus. Der BVB 09 blieb jedoch trotz allem bestehen.

Vereinslogo

Vereinsfarben

Die offizielle Spielkleidung zum Zeitpunkt der Gründung bestand aus einem blau-weiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und einer schwarzen Hose. Durch den Zusammenschluss der drei großen Vereine Dortmunds Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge mit dem BVB änderten sich die Vereinsfarben auf Zitronengelb (Hemd bzw. Trikot) und Schwarz (Hose).

Offizielle Website

Die offizielle Website des BVB 09 lautet:

Bvb.de

Aktuelle und ehemalige Spielstätten

In den ersten Monaten ihres Bestehens trug die Borussia ihre Spiele auf einem Acker nordöstlich des Borsigplatzes aus bevor sie um 1910 für ihre Spiele ihren ersten richtigen Austragsort mit der „Weißen Wiese“ bekam. Der Sportplatz „Weiße Wiese“ befand sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes und der Industrieanlagen der Hoesch-Hüttenwerke. Im Freibad Stockheide erinnert noch heute ein Gedenkstein an diesen ehemaligen Spielort. Im Jahre 1924 wurde der Sportplatz in ein kleines Stadion mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauer umgebaut damit die Borussia in die Bezirksklasse aufsteigen konnte. Bis 1937 spielte die Borussia dort ihre Heimspiele und musste dann wegen der Nationalsozialisten weichen.

Im Jahr 1937 zog die Borussia in die „Kampfbahn rote Erde“ um. Das Stadion hatte ein Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauer. Hier fanden bis 1939 mehrere Endrundenspiele zur deutschen Meisterschaft statt an dem auch der Erzrivale FC Schalke 04 aus Gelsenkirchen mehrfach beteiligt war. Durch einen zwischenzeitlichen Ausbau des Stadions konnte das Fassungsvermögen auf 42.000 Zuschauer gesteigert werden. Die Borussia spielte ihre Heimspiele bis zur WM 1974 in der „Kampfbahn rote Erde“ und feierte dort die ersten großen Erfolge der Vereinsgeschichte.

Zur WM 1974 wurde ein neues Stadion in Dortmund nötig, dass direkt hinter der Haupttribüne der „Kampfbahn rote Erde“ entstand. Das Westfalenstadion hatte ein Fassungsvermögen von 54.000 Plätzen und war komplett überdacht. Dieses Stadion entwickelte sich schnell zu einem der bedeutendsten Stadien in Deutschland. Durch seine typische englische Bauweise ohne Laufbahn war die Atmosphäre im Westfalenstadion intensiver und hitziger als in anderen Stadien in Deutschland. Es gilt somit als Vorläufer der reinen Fußballarenen, die in den neunziger Jahren in Deutschland nahezu überall errichtet wurden.

Das Westfalen Stadion wurde in den neunziger Jahren schritt für schritt weiter ausgebaut und hat aktuell ein Fassungsvermögen von knapp 82.000 Zuschauern und mit der Südtribüne die größte Stehplatz Tribüne mit 25.000 Stehplätzen. Der schrittweise Ausbau des Stadions brachte den Verein an den Rand eines Ruins. Teil des Konsolidierungsplans war die Vermarktung des Stadion Namens. Seitdem ist der Name des Stadions Signal Iduna Park.

Spitzname

Der wohl meist verwendete Spitznamen für den Verein lautet BVB. Es wird aber oft auch von den Borussen gesprochen obwohl dies kein Alleinstellungsmerkmal wegen der Borussia aus Mönchengladbach ist. Häufig verwendet wird der Begriff „die Schwarz Gelben“ oder „die Schwatzgelben“. Wegen der Vereinsfarben schwarz und gelb fällt häufig auch der ironische Name „Biene Mayas“. Einen besonderen Spitznamen hat die Borussia von ihrem Erzrivalen Schalke 04 bekommen. Da man in Gelsenkirchen den verhassten Namen Dortmund nicht aussprechen möchte wird dort nur höhnisch von Lüdenscheid Nord gesprochen.

Vereinsmitglieder

Der BVB ist mit 156.000 Mitgliedern (Stand: November 2018) einer der mitgliederstärksten Sportvereine Deutschlands.

Erfolge

Der BVB 09 hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten deutschen Clubs entwickelt.

Nationale Erfolge

Deutscher Meister

Borussia Dortmund ist mit 8 deutschen Meistertiteln auf Platz 3 der ewigen Meisterliste hinter dem FC Bayern München und dem 1. FC Nürnberg, wenn man die DDR Meister nicht mitzählt.

Diese Meistertitel wurden in den folgenden Jahren errungen:

1956

1957

1963

1995

1996

2002

2011

2012

DFB Pokal

Die Borussen konnten den nationalen DFB Pokal viermal gewinnen. Diese Erfolge fanden in den folgenden Jahren statt:

1965

1989

2012

2017

Supercup

Der Supercup ist ein ausgespielter Pokalwettbewerb zwischen dem amtierenden deutschen Meister und dem Pokalsieger zu Saisonbeginn. Diesen Pokal konnte der BVB bereits fünfmal in den folgend aufgelisteten Jahren gewinnen

1989, 1995, 1996, 2013, 2014

Auch bedeutende internationale Titel konnten die Borussen in ihrer Historie gewinnen, die ich ebenfalls der Reihe nach aufzählen möchte.

Internationale Erfolge

Europapokal der Landesmeister / Champions League

Den Landesmeistertitel bzw. dessen Nachfolger die Champions League konnte der BVB einmal im Jahre 1997 gewinnen.

Europapokal der Pokalsieger

Diesen Titel gewannen die Dortmunder einmal im Jahr 1965/66 und war damit die erste deutsche Mannschaft, die überhaupt einen internationalen Titel gewinnen konnte.

Weltpokal

1997

Misserfolge

Als sportlichen Misserfolg kann man den einzigen Abstieg aus der Bundesliga 1971/1972 sehen. Die siebziger und achtziger Jahre waren generell sowohl sportlich als auch finanziell schwierige Zeiten. In mehreren Finalen auf nationaler und internationaler Ebene unterlag man und wurde nur zweiter.

Bedeutende ehemalige Spieler und Vereinslegenden

Heinrich Kwiatkowski

Alfred „Aki“ Schmidt

Lothar Emmerich

Siegfried „Siggi“ Held

Reinhard Libuda

Manfred „Manni“ Burgsmüller

Eike Immel

Michael Zorc – der heutige Manager des BVB

Marcel Radukanu

Jürgen „die Kobra“ Wegmann

Norbert Dickel

Frank Mill

Andreas Möller

Stephane Chapuisat

Stefan Reuter

Matthias Sammer

Karl-Heinz Riedle

Lars Ricken

Jürgen Kohler

Thomas Helmer

Dede

Tomas Rosicky

Sebastian Kehl

Roman Weidenfeller

Nuri Sahin

Mats Hummels

Robert Lewandowski

Fans und Fanclubs

Die Borussia hat offiziell über 500 Fanclubs in denen mehr als 25.000 Fans organisiert sind. Probleme hat bzw. hatte der Club immer wieder mit der Fangruppierung „Borussenfront“ die wegen Gewaltexzessen und rechtsradikalen Parolen auffiel. Diese Gruppierung wurde in den letzten Jahren durch das vereinseigene Fanprojekt und anderen Fangruppierungen in den Hintergrund gedrängt.

Fanrivalitäten

Die größte Rivalität besteht unbestritten mit dem Reviernachbarn aus Gelsenkirchen, dem FC Schalke 04. Diese Rivalität wuchs in der Nachkriegszeit durch das Erstarken des BVB im Revier. Vorher waren die Schalker unangefochtener Platzhirsch im Pott. Es entstand das große Ruhrpott Derby, das heutzutage das meist beachteste, Derby Deutschlands ist. Die Rivalität beider Vereine zueinander ist so groß, dass in den beiden Fanlagern gar von Hass auf den jeweils anderen gesprochen werden kann. Bei der Festlegung des Spielplans zur Bundesligasaison durch die DFL wird genau darauf geachtet, dass nicht beide Mannschaften gleichzeitig Heimrecht haben und ein unkontrolliertes Aufeinander Treffen der Fans damit vermieden wird.

Eine weitere Rivalität, die in den letzten Jahren immer bedeutender wird, ist die zum FC Bayern München. Da der BVB derzeit der wohl stärkste Konkurrent auf nationaler Ebene für die Bayern ist, ist der sogenannte deutsche Classico entstanden. Spielerabwerbungen der Bayern aus dem Dortmunder Kader in der Vergangenheit trugen ebenfalls zu dieser Rivalität bei.

Mit dem direkten Nachbarn im Revier, dem VfL Bochum besteht ebenfalls eine Rivalität, die jedoch in den letzten Jahren wegen der unterschiedlichen Ligen Zugehörigkeit eher abgenommen hat.

Fanfreundschaften

Eine lose Freundschaft besteht mit den Fans von Rot-Weiss-Essen, die aber eher durch die gemeinsame Abneigung des FC Schalke 04 bestand hat. Kontakte bestehen auch zu den Fans von Celtic Glasgow. Diese Freundschaft liegt in gemeinsamen beliebten Spielern begründet, die für beide Clubs spielten. In den achtziger Jahren gab es auch eine Fanfreundschaft mit den HSV Fans, die aber durch die Hamburger aufgrund eines Vorfalls in Gelsenkirchen beendet wurde. Lose Freundschaften gegen den FC Bayern München bestanden teilweise mit dem TSV 1860 München, dem SC Freiburg und dem KSC. Seit einigen Jahren sind Ultragruppierungen aus Dortmund und Köln freundschaftlich miteinander verbunden.

Eine richtig große Fan Freundschaft besteht allerdings nicht, weshalb oftmals als Schlachtruf -„No one likes us, we don´t care“ was übersetzt bedeutet „Keiner mag uns, aber das ist uns egal – aus der Kurve zu hören ist.

Allgemeines

Der Ballverein Borussia Dortmund hat sich hinter dem FC Bayern München als zweite Kraft im deutschen Fußball etabliert. Durch die Erfolge der Klopp Ära mit 2 deutschen Meisterschaften und dem Pokalgewinn und den regelmäßigen Teilnahmen an der Champions League konnte sich der BVB einen finanziellen Vorsprung auf die nationalen Verfolger in der Tabelle sichern, der es ihm erlaubt die besten Spieler der Bundesliga zu verpflichten die NICHT zum FC Bayern München wollen. Dies garantiert den Dortmundern wiederrum einen gewissen sportlichen Erfolg in jeder Saison, mit dem Minimalziel zumindest die Qualifikation zur Champions League zu erreichen.

Gruß

Tomtheone