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In dieser Woche steht in Deutschland das Achtelfinale des DFB-Pokals an, gespielt wird wie immer an mehreren Tagen unter der Woche. Gestern Abend gab dabei schon die ersten Überraschungen, und der Pokal hat nun bereits drei Bundesligisten weniger.


Der Tabellenführer der Bundesliga, Borussia Dortmund, musste sich nach einem spannenden und dramatischen Spiel zu Hause vor eigenem Publikum der Mannschaft von Werder Bremen geschlagen geben.

Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen, nach den regulären 90 Minuten war der Spielstand 1:1, und in der Verlängerung gab es zwar vier weitere Treffer, aber auch weiterhin keinen Sieger.

Die Gäste waren durch Milot Rashica früh in der 5. Minute in Führung gegangen, aber BVB-Torjäger Marco Reus konnte mit dem Pausenpfiff ausgleichen. Bis zum Ende der zweiten Hälfte hatten beide Mannschaften noch einige Chancen, dass Spiel vorzeitig zu entscheiden, aber es blieb vorerst beim Unentschieden.

In der Verlängerung ging dann dafür richtig die Post ab. Zwei Mal konnte Dortmund durch Christian Pulisic und Achraf Hakimiin Führung gehen, aber Werder kam immer wieder zurück und schaffte durch Claudio Pizarro und Martin Harnik den Ausgleich. Die Fans beider Teams waren vor dem Elfmeterschießen bereits durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen, und es versprach noch spannender zu werden.

Zum großen Helden dieses Spiels sollte nun der Werder-Torwart Jiri Pavlenka werden, der gleich die ersten beiden Dortmunder Elfmeter halten konnte, und da von nun an alle Spieler die Nerven behielten, ganz entscheidenen Anteil am Sieg von Werder hatte.

Der BVB hatte in dieser Saison bereits öfters Mühe sich im Pokal gegen vermeintlich schwächere Teams durchzusetzten und musste schon mehrmals Überstunden machen. Und bereits vor 10 Jahren hatte Werder Bremen an gleicher Stelle im Westfalenstadion Borussia Dortmund aus dem Pokal geworfen, manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch.

Hamburg wirft Nürnberg raus

Der HSV, der in dieser Saison zum ersten Mal in seiner Geschichte in der zweiten Liga spielen muss, zeigte sich gut erholt von der Niederlage vom letzten Wochenende, und schaffte es mit einem knappen 1:0 Sieg gegen den 1.FC Nürnberg seit vielen Jahren mal wieder bis ins Viertelfinale.

Bereits in der ersten Hälfte boten sich den Hausherren gute Möglichkeiten, die sie aber mal wieder nicht nutzen konnten. Aber von den Gästen ging in diesem Spiel auch nicht wirklich viel Gefahr aus, so dass Hamburg, obwohl einige wichtige Stammspieler nicht dabei waren, nicht wirklich in Bedrängnis kam.

Und in Hälfte 2 war es dann Neuzugang Berkay Özca, der in der 54. Minuten seinen bisher wichtigsten Treffer erzielen konnte. Der HSV hatte auch danach weiterhin mehrere Chancen, die aber alle nichts weiter einbrachten.

Auch wenn das Ergebnis dies nicht wirklich auszudrücken vermag, war der Sieg der Hamburger gegen eine harmlose Nürnberger Mannschaften doch zu keiner Zeit gefährdet und die Norddeutschen sind damit sicher in die nächste Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Bayer Leverkusen blamiert sich in Heidenheim

Der Werksklub musste gestern Abend beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim antreten und zum Anfang des Spiel sah alles noch richtig gut für die Gäste aus. In der ersten Halbzeit konnte man das Spiel klar dominieren und erspielte sich auch mehrere klare Möglichkeiten, die zwar zuerst noch nicht verwertet werden konnten. Erst direkt vor der Pause war es dann Charles Aránguiz, der den Heidenheimer Torwart tunnelte und zur Führung für Leverkusen traf.

Aber Heidenheim wollte es nun in Halbzeit 2 wissen und schaffte bereits kurz nach Wiederanpfiff durch Nikola Dovedan den Ausgleich. Die Hausherren wurden nun mutiger und hatten ihrerseits einige Chancen, von denen schließlich Maurice Multhaup eine in der 72. Minute zur Führung verwerten konnte.

Leverkusen blieb in der zweiten Halbzeit blass und konnte mal wieder seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. Letztendlich geht der Sieg von Heidenheim aber voll in Ordnung und der Zweitligist ist seinerseits verdient ins Viertelfinale eingezogen.