Das gestrige Spitzenspiel der 2. Bundesliga zwischen dem HSV und dem 1. FC Union Berlin war auch ein Spiel zwischen den beiden Herzen, welche in meiner Brust schlagen. Meine beiden Lieblingsmanschaften spielen in dieser Saison zum ersten Mal in der selben Liga und treffen auch zum allerersten Mal überhaupt in einem Pflichtspiel aufeinander. Der Tabellenerste empfing der Dritten, die beiden defensivstärksten Teams der Liga hatten sich zu einem Schlagabtausch eingefunden.

Beide Mannschaften arbeiten mit voller Kraft am Projekt Aufstieg, wobei der HSV als Absteiger aus der 1. Bundesliga unter viel größerem Druck steht und die Tabellenführung verteidigen will. Union will natürlich den Abstand zur Spitze verkürzen, und die Serie von Spielen ohne Niederlage weiter ausbauen. Als einziges Team in der 2. Bundesliga ist man nmämlich noch ungeschlagen.

Der HSV musste mal wieder ein Heimspiel auf einem ungeliebten Montag austragen, was sich natürlcih im Stadion leicht bemerkbar machte. Das Volksparkstadion war mit 45.584 Zuschauern mal wieder nicht ausverkauft, obwohl natürlich diese Marke für die 2. Liga immer noch herausragend ist.

Für den HSV gab es vor dem Spiel die erste Hiobsbotschaft, als Torjäger Pierre-Michel Lasogga wegen einer Wadenverletzung nicht auflaufen konnte. Als Ersatz rückte der Koreaner Hee-Chan Hwang in die Mannschaft, hatte aber gegen die Defensive von Union einen ganz schweren Stand.

Volksparkstadion source

Das Spiel

Obwohl der HSV stürmerisch begann, waren es dan auf einmal die Berliner, die ganz überraschen durch Julian Pollersbeck früh in der 12. Minute in Führung gingen. Der Unioner setzte sich am Strafraum gleich gegen zwei Hamburger Spiele durch und traf unhaltbar in die kurze Ecke.

Vor dem Pause gab es dann aber auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen mehr, so dass Union mit der Führung in die Pause ging.

Nach dem Wiederanpfiff musste der HSV kommen und er tat es druckvoll. Zuerst war es Hunt in der 58. Minute der nach einem Abwehrfehler den Ausgleich erzielte. Und nur sieben Minute später war es Holtby, der den Ball in der 65. Minute nur noch ins leere Tor schieben musste. Union-Keeper Gikiewicz konnte zwar zuvor noch einen Schuss von Jaffa abwehren, gegen den Nachschuss war aber auch er wehrlos.

Aus einmal schien es, als wäre der HSV auf der Siegerstraße. Bis kurz vor Ende des Spieles sah es wirklich so aus, als würde der HSV unter seinem neuen Trainer Wolf den 5 Sieg im 5 Pflichspiel einfahren und eine historische Bestmarke knacken. Aber Union kann halt nicht nur verteidigen sondern auch angreifen und Tore schießen. In der 90. Minute setzte sich Suleiman Abdullahi nach einem langen Ball gegen die HSV-Abwehr durch und erzielte doch noch durch den überraschenden Ausgleich. Eine starke Leistung von "Manni", wie ihn die Mannschaftskameraden liebevoll nennen.

Kurz danach war das Spiel zu Ende, und die einzige Mannschaft die jubeln auf dem Rase stand war Union. Der HSV hatte sich nach einer starken und überzeugenden zweiten Halbzeit doch noch den Sieg aus der Hand nehmen lassen.

Grund zum Verzweifeln gab es aber für keine der beiden Mannschaften. Der HSV bleibt Tabellenerster mit einem Punkt Vorsprung vor derm 1. FC Köln, und Union folgt auf dem Platz drei, punktgleich mit dem dahinter liegenden St. Pauli. Besonders der Relegationsplatz scheint gerade sehr umkämpft zu sein, da die Teams bis Platz 6 nur einen Punkt Rückstand haben.

Nachspiel

Der HSV scheint weiterhin einen guten Lauf zu haben, und der neue Trainer Hannes Wolf leistet bsiher gute Arbeit. Wobei ich immer wieder betonen muss, dass sein Vorgänger Christian Tiez natürlich gute Aufbauarbeit hinterlassen hat, an die Wolf jetzt leicht anknüpfen kann.

Und auch bei Union hält die Serie und man ist auch nach dem Spitzenspiel beim HSV weiterhin ungeschlagen. Um sich jetzt aber wirklich in ganz oben festsetzen zu können, müssen in den nächsten Spielen Siege her. Ansonsten wird man ganz schnell von der Konkurrenz von 3. Platz verdrängt, welche bereits ganz dicht herangerückt ist.

Am nächsten Samstag kommt mit dem SV Darmstadt eigentliche ein manchbarer Gegener an die Alte Försterei. Ich bin mir sicher, dass das Stadion der Berliner wieder brennen wird, denn auch in HAmburg haben die Gästefans bewiesen, dass sie zu den besten und lautesten Fans der Republik gehören.

Ein verdientes Unentschieden zwischen dem HSV und Union! Keine meine beiden Lieblingsmannschaften hat verloren und beide stehen in der Tabelle weit oben.

Mein Herz ist heil geblieben und ich freue mich, wenn auch mit gemischten Gefühlen, schon auf das Rückspiel!

Nur der HSV! und Eisern Union!