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So ist das halt im Sport. Manchmal verliert man, und das andere Mal gewinnt halt der Gegner.

Genau so kam es im gestrigen Finale der Asien Meisterschaften, in den sich die Fußballnationalmannschaften Japans und Katars gegenüberstanden und das Team von der arabischen Halbinsel zum Schluss das bessere Ende für sich reklamieren konnte. Auch wenn manche Turnierbeobachter eher das japanische Team als Favorit in diesem Finale angesehen haben, kam der Finalsieg der Kataris nicht überraschend. Auf dem Weg ins Finale hatte man unter anderen das Team Südkoreas und im Halbfinale auch den Gastgeber, die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Weg geräumt. Und bis zum Finale hatte man noch keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen müssen.

Das sich im Umbruch befindliche japanische Team hatte sich zum Anfang des Turniers eher durchgewurstelt und erst im Halbfinale gegen den Iran den ersten klaren Sieg eingefahren. Und im Finale war der Gegner aus Katar dann leider eine Nummer zu groß, und auch die Mannschaft um die Bundesliga-Profis Genki Haraguchi und Yuya Osako verpasste ihren fünften Finalsieg. Das Ergebnis nach 90 Minuten war eindeutig: 3:1 besiegte Katar das Team aus Japan, welches als kleinen Trost wenigstens für sich in Anspruch nehmen kann, dem Turniersieger, der einzigen Gegentreffer beigebracht zu haben.

Die Mannschaft Katars, welche von dem spanischen Trainer Felix Sanchez betreut wird, ging bereits früh durch Almoez Abdulla (12. Minute) und Abdulaziz Hatem (27. Minute) in Führung, und legte mit diesem beiden Treffern den Grundstein für den gestrigen Sieg.

Der Anschlusstreffer für Japan durch Takumi Minaminom in der 69. Minute war dann zu wenig, um den neuen Asienmeister noch einmal richtig in Gefahr zu bringen, den in der 83. Minute gab es dann noch einen Handelfmeter für Katar, den Akram Afif zum 3:1 Endstand verwandelte.

Für die Samurai Blue war es bei ihrer fünften Finalteilnahme die erste Niederlage, aber trotzdem dürfen die jungen japanischen Kicker auch diesmal stolz und erhobenen Hauptes ihre Heimreise antreten. Der nach der Weltmeisterschaft in letzten Jahr eingeleitete Umbruch unter dem neuen Trainer Hajime Moriyasu scheint zu gelingen, auch wenn es letztendlich nicht zum Turniersieg gereicht hat.

Katar dagegen hat sich mit dem Erfolg bei den diesjährigen Asienmeisterschaften bestens auf die nächste Weltmeisterschaft eingestimmt, welche in knapp vier Jahren im eigenen Land abgehalten wird. Und spätestens dann muss sich beweisen, dass dieser Turniersieg nicht nur eine Eintagsfliege war.


Japan wird hoffentlich dann auch wieder dabei sein, und bekommt dann vielleicht sogar die Chance, sich für die gestrige Niederlage zu revanchieren.

Zeit heilt auch im Fußball (fast) alle Wunden, und nach jedem großen Turnier gibt es eine Menge Mannschaften, die auf einmal vor einem großen Scherbenhaufen stehen und aus von einer deftigen Enttäuschung aus ihren Träumen gerissen werden.

Und wenn man das ganze aus diesem Blickwinkel betrachtet, hat es die japanische Mannschaft doch noch viel besser getroffen, als zum Beispiel die Teams aus Südkorea oder Australien, die beide schon viel früher aus dem Turnier geflogen sind, als sie erwartet hatten.

Also zum Abschied dann noch einmal "Glückwunsch" an die katarische Mannschaft für den Sieg bei den diesjährigen Asienmeisterschaften und ein "Kopf hoch" für das Team Japans. Beim nächsten Mal kann man es ja dann besser machen.